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Viel Rauch, wenig Feuer! PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 16. Oktober 2011

Spielbericht Volleyball Verbandsliga Herren 2. Spieltag

TVA Fischenich II -  SG Langenfeld   3 : 1  92:82 17,-14,-22,-21


Viel Rauch, wenig Feuer!

Am Wochenende haben die Volleyballer der SGL endlich ihre Reise in die erste Verbandsligasaison nach dem Wiederaufstieg begonnen. Neben einer verdienten 3:1-Niederlage gab es aber auch viele gewinnbringende Erkenntnisse, die für den Saisonverlauf entscheidend sein können.
Das Spiel glich dem Tag eines Sechsjährigen im Urlaub an der Nordsee. Man freut sich über Wind und Wetter, baut eine wunderschöne Sandburg (nah am Meer), und wundert sich, wenn am Ende alles weggespült ist.
Lange Spielsequenzen beherrschten den ersten Satz, der an die ganz glorreichen Szenen der letzten Saison erinnerte. Alles lief wie am Schnürchen und auch der Gegner spielte mit einer entsprechenden Fehlerquote mit. 
Die Satzstände waren ausgeglichen bis zum 15:15. Danach hatten die Fischenicher nicht das Auge und den Willen, den Langenfelder Block zu überwinden. Aufschlagpräzision, Zuspiel, Block und Feldabwehr waren so gut abgestimmt, dass der gegnerische Trainer sichtbare Zweifel am Erfolg seiner Mannschaft bekam. Mit 25:17 war der erste Satz eine verdiente Beute der SGL. 

Die Erkenntnisse dieses Satzes sind die gelungene Integration des neuen Zuspielers Roman Rittner, die neue Kompaktheit der Abwehr nach kleiner Systemumstellung und die Tatsache, auch ohne Spielertrainer Mark Nahrstedt auf dem Feld sehr respektabel zu Werke zu gehen. 

Eigenfehlerquote! Was die kommenden Minuten auf dem Feld geschah, war so nicht vorherzusehen gewesen. Die schöne Burg, die Festung aus Langenfeld, bröckelte ganz leicht. Zuerst war es nur die Annahme, dann flogen erste Geschosse reihenweise auf die neuralgische Hinterfeldposition. Die Festung wurde sturmreif geschossen und bei einem Satzstand von 14:25, kam das einer kleinen Kapitulation gleich.

Nahrstedt beschloss nun, die Scherben des vergangenen Satzes persönlich zusammen zu kehren und versammelte die erfahrensten Kräfte um sich.
Im Verlauf des dritten Satzes punkteten die Langenfelder immer wieder durch schnelle und dynamische Spielpassagen, die jedoch kurzzeitig nach Lässigkeiten immer wieder zu Punktrückständen führten. So endete der dritte Satz knapp mit 25:22 für Fischenich.

Nun hatte auch der Letzte den Ernst der Situation erkannt und ahnte, dass die Trauben in dieser Liga um einiges höher hängen. In einem Fünfsatzspiel gewinnt von zwei gleich guten Mannschaften die glücklichere. In einem Dreisatzspiel ist der Gegner besser und bei einem 1:3 ist der Gegner knapp besser. Diese Erkenntnis und der mangelnde Glaube an all die Tugenden des ersten Satzes, bescherte der Zweitvertretung des TVA Fischenich einen Bilderbuchstart in die Saison mit zwei Siegen nach zwei Spielen. Die SGL hat wertvolle Alternativen im personellen Bereich und aufgezeigt bekommen, dass man weniger "unforced errors" als der Gegner produzieren sollte, wenn man die Punkte behalten will.

Vom Wollen spricht auch der Spielertrainer Nahrstedt: "Respekt an den Gegner, der sich aus unserer Umklammerung hervorragend befreit hat. Uns fehlte am Ende leider die letzte Durchschlagskraft und Konsequenz im Abschluss. Das wollen wir in der nächsten Woche besser machen."

Nächste Woche kommt es in heimischer Halle zum Duell mit dem Rheydter TV.


Autor: Carsten Lohausen





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