| Auf Sehrohrtiefe |
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| Montag, 24. Oktober 2011 | ||||
Spielbericht Volleyball-Verbandsliga HerrenSG Langenfeld - Rheydter TV 2:3 , 96:109 (-23, 22, 18, -21, 6)
Die Herren der SG Langenfelde verloren am Wochenende auch ihr zweites Saisonspiel in der
Verbandsliga gegen einen ganz und gar nicht übermächtigen Gegner aus Mönchengladbach.
Am Ende stand es verdient 2:3. Damit läuft man früh in der Saison Gefahr, den festen Boden unter den Füßen zu verlieren und so abzusaufen wie in der Saison 09/10. Zu Beginn wechselten die Aufgaben oft und keine Mannschaft konnte sich entscheidend Luft verschaffen. Nach 12:11 und 22:21 war es eine Angabe und eine vergebene Punktchance von Rheydt, die den Ausschlag zu Gunsten von Langenfeld brachten. Eine geringere Fehlerquote als der Gegner sicherte ein verdientes 25:23 ein. Man sah den Mannen aus Rheydt an, dass sie die Mittelblocker heute nicht als Sichtschutz mitgebracht hatten. Zwei erfahrenen und sehr durchschlagskräftigen Mittelangreifern standen Rico Andersch und Renato Pejcinovic gegenüber, die sich nach Kräften mühten, aber sehr oft das Nachsehen hatten. Im zweiten Satz hatte der Gegner stets ein wenig die Nase vorn. Nur die schwachen Annahmen der Rheydter die Tobias Larue mehrfach zum direkten Angriff nutzen konnte, hielten die SGL lange im Spiel. Sieben Punkte in einem Satz sind eine starke Leistung des Außenangreifers, zumal er nur bis zu seinem verletzungsbedingten Ausscheiden bei 18:20 mitwirkte. Gute Besserung an dieser Stelle. Der Satz ging mit 25:22 an den Gegner, weil sich die Mitte Rheydts gegen den Außenangriff Langenfeld einfach Vorteile erspielte. Nun war guter Rat teuer und das Momentum auf der Seite der Gladbacher. Fehlerquote, Unkonzentriertheiten und ein unbewußtes Durchatmen verschaffte dem Gegner früh einen 8:4 Vorsprung. Am Ende waren es 7 Punkte (18:25). Nachlässigkeiten führen zu schnellen Satzverlusten. Das war die Erkenntnis dieses Satzes. Im vierten Satz rieb sich der Trainer des Rheydter TV beim Stand von 14:3 für den Gegner verwundert die Augen, hatte doch gerade Rene Klaudt 11 Angaben hintereinander geschlagen. Sein Zuspielerwechsel bei 3:8 fruchtete ebenso wenig wie eine Aufgabenserie des Außenangreifers. Der Satz blieb mit 25:21 bei der SGL. „Es geht doch, der Gegner ist schlagbar!“, war die Essenz dieses Satzes. Ehe man sich versah, rutschte der Mannschaft der 5. Satz vom 3:4 bis zum 3:9 in Windeseile aus den Händen. Das 15:6 am Ende und der letzte, in den Mittelblock des Gegners geschlagene, Ball von Rico Andersch versinnbildlichten die Misere der Langenfelder: Bei aller Athletik und spielerischen Könnens, die die Landesligasaison wie eine Klassenfahrt aussehen ließen, befindet man sich nun in tieferen Gewässern. Das Boot ist noch auf Kurs, nur in den entscheidenden Momenten fehlt das letzte, erfolgreiche Durchkommen. Dem Spielertrainer ist hoch anzurechnen, dass er nicht über die momentanen Verletzungsausfälle seiner Top-Kräfte Ansgar Schmitz und Stephan Schumacher klagt. Nahrstedt: „So viele Möglichkeiten muss man sich auch in dieser Liga erst mal erarbeiten. Dass wir letztendlich nichts Zählbares heraus bekommen haben, müssen wir unserer Nachlässigkeit zuschreiben.“ Das Sehrohr ist ausgefahren und der nächste Gegner aus Benrath fest im Blick. Sollten dann die Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt sein, sind allerdings auch die Abstiegsränge sichtbar. Es spielten: Markus Schafföner, Mark Nahrstedt, Tobias Larue, Rico Andersch, René Klaudt, Alex Neumann, Renato Pejcinovic, Sebastian Mulde, Matthias Köller, Roman Rittner und Thomas Hofmann.
Autor: Carsten Lohausen
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